Samstag, 9. April 2016

Was Jugendliche heute wirklich denken - Mein Autoren-Interview mit Melanie Mühl

- Autorin Melanie Mühl -
     
        
        Melanie Mühl
  
    

     15 sein

 
      Was Jugendliche heute
        wirklich denken

     
                              Carl Hanser Verlag
           
    


Für mich ist das Buch von Melanie Mühl15 sein Was Jugendliche heute wirklich denken“ jetzt schon mein persönliches Buch des Jahres 2016
 
Es ist kein Jugendkrimi oder Thriller sondern ihr Buch soll einfach nur zeigen wie wir Jugendlichen in der heutigen Zeit ticken. Genau deshalb hab ich auch meinen Blog, um zu zeigen, was Jugendliche denken und fühlen.
Eine Brücke schlagen – Melanie Mühl hat das gemacht in dem sie Jugendliche zu dem Thema befragte von Selfie bis Cheat Day und Freundschaft bis YouTube.

Ich wollte daher mehr über die Entstehung des Buches und der Autorin erfahren.


Hier mein Kurz-Interview mit Melanie Mühl:

Wie bist du auf die Idee gekommen, mit Jugendlichen über ihr Gefühlsleben zu sprechen und darüber dann ein Buch zu schreiben?
Melanie: Ich wollte wissen, wie die digitale Revolution das Aufwachsen tatsächlich verändert hat. Was bedeutet es, immer auf dem Präsentierteller zu sein - Stichwort Instagram? Wie ist es, in einer Optimierungsgesellschaft am Rande zu stehen, ausgeschlossen zu sein? Wie kommunizieren Jugendliche miteinander? Was bedeutet Freundschaft, Liebe, Sex? Kurz: ist das Dasein als Teenager heute ganz anders als zu meiner Zeit? 
Mit wie vielen Jugendlichen hast du insgesamt gesprochen und wie lange hat deine Vorbereitungszeit gedauert?
Melanie: Mit sehr, sehr vielen... 60 bis 70, davon etwa mit 10 extrem intensiv und über einen längeren Zeitraum hinweg. Mit dem ein oder anderen bis heute übrigens:) ich habe ziemlich lange recherchiert, Vertrauen aufgebaut, über ein Jahr insgesamt.
Die Mädchenclique

Wie hast du deine jugendlichen Gesprächspartner ausgesucht?
Melanie:Zufällig. Die 6 Mädchen (Mädchenclique) zum Beispiel, die ich im Buch porträtiere, habe ich direkt angesprochen, weil sie mir auf dem Weg ins Büro - fahre immer mit dem Rad - aufgefallen sind. Sie treffen sich immer an einem kleinen, begrünten Platz im Frankfurter Westend, sitzen auf dem Boden, spielen Karten, hören Musik, chillen.

Ich sehe auch WhatsApp und YouTube als Standard bei Jugendlichen. In meiner Klasse bin ich aber zum Beispiel die einzige Bloggerin. War das Thema Blog für dich auch mal als Thema erkennbar?
Melanie: Ja! Aber ich habe das Bloggen nicht näher thematisiert weil es, siehe deine Klasse, eher ein Randaspekt ist. Zumindest was die Produzentenseite betrifft.
Also ich sehe zum Beispiel auch viele Erwachsene mit Smartphones rumlaufen. Ich glaube, dass viele Erwachsene die Jugendlichen zu sehr mit ihrer eigenen, damaligen Zeit vergleichen und das ist meiner Meinung nach nicht gut, vielleicht sogar nicht fair uns gegenüber, oder?
Melanie: Nein, es ist überhaupt nicht fair! Man kann freilich vergleichen, darf aber die technische Realität nicht ausblenden und nicht mit lauter Vorurteilen im Kopf auf die Jugend gucken! Hätten wir früher WhatsApp etc. gehabt, wir hätten auch permanent kommuniziert. Was die Kommunikation betrifft, ist mir aufgefallen, wie achtsam mitunter untereinander geschrieben wird (Emojis etc.), damit auch niemand irgendetwas falsch versteht. Das fand ich besonders toll! 
Am Beispiel von Marie hast du folgendes über die digitale Revolution im Jugendzimmer geschrieben „Das eigene Zimmer ist der Ausgangspunkt, die Basis des jugendlichen Aufbruchs, Kommunikationszentrale und Abschottungsraum in einem“.Ich glaube besser kann man das nicht ausdrücken und das ist tatsächlich so.
Melanie: Danke:)
Dein Buch ist ja aktuell sehr erfolgreich. Gab es viele Reaktionen darauf und welche hat dir am besten gefallen?
Melanie: Ja, gab es. Am schönsten sind immer die, bei denen man spürt, dass die Menschen tatsächlich etwas beim Lesen mitgenommen, etwas gelernt haben, dass sie die Welt der Jugendlichen jetzt ein bisschen besser verstehen. Dafür ist das Buch gedacht, als Brücke zwischen den Generationen, als eine Anregung, sich auszutauschen. Und ich freue mich wirklich auch sehr über Dein Interesse daran! 
Als letztes würde ich gerne wissen, welches Ziel du hattest als du es geschrieben hast und denkst du, dass du dieses Ziel jetzt auch erreicht hast?
Melanie: Ziel ist ganz klar gewesen, ein Buch zu schreiben, das Eltern, Lehrern, Erwachsenen überhaupt hilft, einen Einblick in die Lebensrealität Jugendlicher zu bekommen. Ich hoffe, es ist mir gelungen, doch dies muss der Leser entscheiden:)




Ich, als Jugendliche kann dieses Buch wirklich nur empfehlen, weil es sehr gut recherchiert ist und einen guten Einblick in die Welt von uns Jugendlichen zeigt.

Hier noch Infos zum Hansa Verlag



Eure Junior-Bloggerin Livia


 

1 Kommentar:

Sophie M hat gesagt…

Sehr schöner Beitrag, wir mussten in der Uni auch eine Hausarbeit mit ähnlichem Thema befassen, es ist schon sehr interessant :)

Liebste Grüße <3

http://thisissophiex.blogspot.de

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