Samstag, 11. Juni 2016

Gastartikel: Mareike goes to San Francisco

Zum Thema: Schüleraustausch oder Au Pair - Wo soll es hingehen?

Eine gute Bloggerfreundin ist für ein Jahr als Au Pair in die USA nach San Francisco gegangen.

Mareike schreibt auch in ihrem Blog MareikeGoesCalifornia  - LINK -  über ihre Zeit in den USA.

Von ihr habe ich einen Gastbeitrag bekommen in dem sie über ihr Zeit als Au Pair in San Francisco schreibt.


 

Vielleicht kann der Post eine kleine Entscheidungshilfe sein. 

 

Gerade wenn es um Schüleraustausch geht um z.B. die englische Sprache zu intesivieren. Wenn es um die Fragen geht "England" oder "USA" und was ist eigentlich der wesentliche Unterschied dieser Sprachen?

 

Das sagt Mareike dazu:

Also der Unterschied ist ganz klar, in der Schulen lernen wir das britische Englisch, welches sich zum Teil in der Aussprache und in manchen Wörtern vom amerikanischen Englisch unterscheidet. Beispielsweise habe ich zu Beginn "trousers" für das Wort Hose gesagt, weil ich das in der Schule so gelernt habe. Alle haben mich dann immer komisch angeguckt, da dieses Wort hier so gut wie nicht existiert. Die Amerikaner sagen nämlich schlicht und einfach "pants".

Für mich war immer klar in die USA zu gehen. An England hat mich nie irgendwas gereizt. Natürlich ist es schön dort Urlaub zu machen und ich habe meinen Londontrip vor einigen Jahren sehr genoßen. Jedoch würde ich persönlich nie dort mein Auslandsjahr verbringen. Dafür gibt es dort einfach nicht genug zu sehen und zu bereisen, da es im Vergleich zu den USA natürlich total klein ist. Außerdem finde ich es ist nicht "weit weg genug". Klingt komisch, aber wenn du in den USA bist kannst du nicht mal eben so fürs Wochenende nach Hause fliegen, weil du vielleicht gerade Heimweh hast. Und das ist auch ein Teil dieses Abenteuer, dass man mit solchen Situationen klar kommt und auf sich alleine gestellt ist. Dadurch reift man und wird selbstständiger.


Und hier Mareikes Sichtweise von San Francisco:

Kalifornien, der goldene Staat, indem die Sonne immer scheint. San Francisco ist meiner Meinung nach das Herzstück Kaliforniens und meine zweite Heimat, in die ich mich Hals über Kopf verliebt habe. Im Juni 2015 habe ich kurzerhand meiner Familie, den gesamten Freundeskreis und die gewohnte Heimat in Deutschland den Rücken zugekehrt, um für ein Jahr als Au Pair in den USA zu leben. 
Mein Job ist es die Kinder meiner Gastfamilie zu betreuen, das heißt sie zur Schule und anderen Aktivitäten zu fahren, ihnen Lunch zu kochen und die Zeit beim Spielen und Herumalbern verstreichen zu lassen. Meine kleinen Jungs sind 4 und 2 Jahre alt und halten mich ordentlich auf Trab.  Ich liebe meine Gastfamilie und die gesamte Umgebung, in der wir leben. 

Castro Distrikt
Die Leute sind stets in bester Laune, welches sich durch ein immer freundliches „Hi, how are you!?“ bemerkbar macht. Im Gegensatz zu Deutschland ist es hier keine Seltenheit von Wildfremden auf der Straße ein Kompliment über die eigenen Haare oder Schuhe zu bekommen. Weitere Adjektive, die den Durchschnitts Kalifornier gut beschreiben sind: schwulenfreundlich, selbstbewusst, karriereorientiert, entspannt, lebenslustig und offen. Ersteres ist offensichtlich, da San Franciscos „Castro“ Distrikt eines der größten und bekanntesten Schwulenviertel Amerikas ist. 

Meine Lieblingsplätze der Stadt sind eindeutig der Bakers Beach inklusive der Golden Gate Bridge im Hintergrund, den Dolores Park an sonnigen Tagen, die zahlreichen Graffitis der Hauswände und die Twin Peaks, von denen man einen atemberaubenden Blick hat. 

Es gibt so viel zu sehen und zu unternehmen, egal ob mitten in der City oder außerhalb in der gesamten Bay Area. Vom Reiten und Surfen am Strand, Hiken, Besuch mehrere Freizeitparks, Schwimmen mit Delfinen bis hinzu Festivals, Konzerte und dem Bereisen von ganz Amerika versuche ich immer das Möglichste aus meinen freien Wochenenden und Urlaubstagen zu machen.

Meine Freunde und ich waren schon in den unterschiedlichsten Städten, Staaten und sogar Ländern. Darunter sind Los Angeles, Las Vegas, Seattle, Portland, Texas, Hawaii, Boston, New York, Kanada und Mexiko. 

Zurück zu einigen Fakten: Das Klischee über die fülligen-Burger-essenden-Amerikaner wird hier keines Wegs bestätigt. Die Kalifornier leben super gesund und sportlich und lieben ihre organischen und Gluten freien Lebensmittel. Trotzdem wird man als Neuling schnell in Verführung gebracht während man durch die endlosen Regale der Supermärkte schlendert und die zahlreiche Auswahl an Lebensmitteln entdeckt. 
Es gibt hier nichts, was es nicht gibt! Wer einmal in Kalifornien ist kommt nicht drum herum einen Burger der berühmten Fastfood Kette „In´n Out“ zu probieren. Andere meiner Meinung nach lohnenswerte Restaurantbesuche sind die „Cheesecake Factory“, „Panda Express“, „Yoghurtland“ und „The Melt“. Shoppen kann man übrigens 24/7, da viele der riesigen Supermarktketten rund um die Uhr geöffnet haben. Und wenn man am Sonntag mal wieder nichts Besseres zu tun hat fährt man einfach zum Bummeln in die Mall, da dies für die Amerikaner ein ganz normaler Arbeitstag ist (zumindest im Einzelhandel). Das hier von Parken, über den Kaffee bei Starbucks bis hin zum Tanken wirklich alles mit Kreditkarte bezahlt wird macht es einem nicht leicht den Überblick über seine Finanzen zu behalten. 

Die Bay Area ist eine der teuersten Gegenden in ganz Amerika, welches sich durch die überteuerten Preise für Lebensmittel und Kosmetik, sowie Unterhaltskosten schnell bemerkbar machen. Warum ist es trotzdem so beliebt hier zu leben? Das sogenannte Silicon Valley ist Heimat der größten und bekanntesten Unternehmen der ganzen Welt. Beispiele hierfür sind Google, Facebook und Apple. Dass die Leute hier viel Geld haben wird sofort sichtbar. 

Natürlich ist San Franciscos Wetter um Längen besser als das in Deutschland, da es hier so gut wie keine Regentage gibt, worüber ich natürlich Freudensprünge mache. Trotzdem sind die wenigen Sommermonate in „good old Germany“ heißer als die durchgehend strahlende Sonne im Norden Kaliforniens. Gerade in San Francisco kann es manchmal ziemlich nebelig und windig werden. Aufgrund der zurzeit herrschenden Dürre freuen sich die Einheimischen dennoch über jeden Tropfen Regen, der vom Himmel fällt. 

Lombardt Street
In Kalifornien findet man wunderschöne Strände am pazifischen Ozean, Berge und Schnee im Norden und unglaubliche Natur in den Nationalparks. Dadurch ist es vielfältiger als die meisten Länder und ein Reiseziel für Camper, Sonnenanbeter, Skiliebhaber und jegliche, andere Art von Urlaubern. 

Ich liebe meine zweite Heimat und bin super froh und stolz zugleich dieses Abenteuer gemacht zu haben. Meiner Meinung nach ist es eine Erfahrung, die jeder einmal machen sollte. Ein Auslandsjahr verbessert nicht nur die sprachlichen Kenntnisse. Man wird so viel reifer, offener, selbstständiger und entwickelt sich persönlich, sowie sozial im positiven Sinne. Neue Freunde, einzigartige Erlebnisse und unglaublich viel Spaß erwarten einem in dem wohl besten Jahr des Lebens! 

Danke an Mareike für diesen ausführlichen und aktuellen Erfahrungsbericht über ihre Zeit in San Franzisco.
Also ich finde ihre Beschreibung der Stadt und ihrer Freude daran nicht nur lesenswert sondern auch überlegenswert......

Eure Junior-Bloggerin Livia


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