Sonntag, 24. Juli 2016

Kapitel 3 meines Kinderbuches: Das außergewöhnliche Leben der Wespe "Sting"

III
Die erste Begegnung mit der dunklen Welt
Sting - Gezeichnet von Illustrator Achim Ahlgrimm
Hier geht´s zu Kapitel 1-3


Dann können wir gehen.“ Spoti und ich sprangen auf ihren Rücken und Lucy marschierte los. Direkt in das nächste dunkle Rohr. 
Hier ist es aber echt dunkel.“ hörte ich Spoti das Glühwürmchen sagen und zur gleichen Zeit knipste er auch schon sein Licht an.

Warum sind die Wände so feucht?“ Fragte Spoti, während wir immer weiter gingen. Zuerst kam keine Antwort. Für mich war das auch alles ganz neu und ich muss zugeben, dass ich schon mit meiner Angst zu kämpfen hatte. Aber die Aussicht endlich wieder nach Hause zu kommen, machte mich irgendwie mutig. Ich sah mich immer wieder um und ich war in meinen Gedanken versunken, als Lucy auf die Frage von Spoti antwortete: „Also das ist Wasserdampf wisst ihr. Da fließt immer ein bisschen Wasser durch die Rohre aber nicht so viel. Zumindest meistens nicht so viel.“ Ihre Augen blickten dabei kurz nach links und rechts. Was ihre Aussage nicht unbedingt vertrauensvoll wirken ließ, aber was soll´s. Da müssen wir jetzt durch, dachte ich. „Aber Wasser war ja nicht das einzige Problem“, meinte Lucy.

Was heißt hier einzig und Problem“, sagte ich zu Lucy. „Könntest du mir bitte in kurzen netten Worten erklären was du mit einzig meinst und warum haben wir ein Problem?“ fragte ich.
Äh – ich meine“ sagte Lucy, während Spoti mit Adleraugen die Gegend scannte. „Klar ist es hier dunkel aber das ist nicht wirklich das Problem. Sondern…. 
 
Lucy stockte etwas aber dann sagte sie etwas leiser: „Kakerlaken – Etwas weiter vorne beginnt die dunkle Welt, das Teretorium der Kakerlaken und glaubt mir diese hässlichen Dinger werden ziemlich groß und sie sind immer schlecht drauf. Das heißt wir müssen uns noch was einfallen lassen, wenn wir durch das Rohr wollen und das müssen wir um näher ans Ziel zu kommen.“
Na toll“ dachte ich „was machen wir jetzt?“
Lucy überlegte kurz: “Also, unsere beste Chance ist es ganz leise im Dunkeln an ihnen vorbei zu schleichen.“
Ok“ meinte Spoti „und wenn das aber nicht klappt?“
Ach, das wird schon klappen“ meinte die kleine Ratte ganz locker. 
 
Wir hatten ja keine andere Möglichkeit. Also sind wir auf Lucy´s Rücken weiter durch das Rohr. Ganz leise und im Dunklen. Ein leises Knacken und Brummeln wurde langsam immer deutlicher zu hören und plötzlich waren diese Geräusche auch ganz nah. Von überall her kamen diese Geräusche und wir wussten, dass diese unheimlichen Laute von den Kakerlaken stammten. Schritt für Schritt und blind ging es für uns durch das finstere Rohr… bis es plötzlich ganz leise wurde.
Kein einziges Geräusch war mehr zu hören und wir wussten – Das heißt nichts Gutes.
Lucy blieb auch sofort stehen und ich hörte nur eines von ihr – „O oh“!

Wir spürten direkt die Blicke dieser Kreaturen und unser Gefühl trügte uns auch nicht.
Es musste eine gute Idee her und zwar sofort. 
 
Wie vom Blitz getroffen knipste Spoti sein hellstes Licht an und zwar direkt auf meinen Stachel den ich daraufhin sofort gegen das Licht hielt. Durch das plötzliche Licht schimmerte mein Stachel echt gefährlich und es passierte was wir dann auch erhofften.
Die Kakerlaken erschraken so sehr, dass sie die Flucht ergriffen. Und wir?
Wir sind in Höchstgeschwindigkeit durch das Rohr gebraust. Bis wir dann irgendwann in einem etwas größeren Raum rauskamen.

Völlig außer Atem keuchte Lucy: „Puh, das war aber knapp. Aber dieser Trick wird nur einmal funktionieren aber ich muss sagen das war eine echt gute Idee von euch“.
Wieso meinst du, dass dieser Trick nur einmal funktioniert? Wir haben es doch geschafft. Die dunkle Welt liegt hinter uns, oder nicht?“ fragte ich zu diesen Zeitpunkt noch unwissend.
Lucy schaute mich etwas mitfühlend an und sagte aber dann: „Ja, dieses Rohr liegt hinter uns. Aber es werden noch einige folgen.

Das war erst der Anfang der dunklen Welt.“

Und wo sind wir jetzt? fragte Spoti, „Hier sieht es doch gar nicht so gefährlich aus?“
Hier sind wir in so eine Art große Kreuzung und das Problem daran ist…naja schaut einfach mal nach unten.“
Unsere Augen sahen bis jetzt entweder nach hinten oder nach oben. Wir blickten also nach unten. Na toll, alles nur Wasser! Wir standen am Rand eines See´s.
Für Lucy war es das gleiche Problem wie für uns. Wir konnten alle nicht schwimmen. 
 
Wir mussten uns also etwas bauen um an die andere Seite zu kommen und zwar schnell. Hinter uns hörten wir nämlich plötzlich wieder diese Geräusche. Die Kakerlaken, sie kamen durch das Rohr und sie waren sehr wütend auf uns.
Hört ihr das auch?“ fragte ich. Und sie hörten es. Es dauert nicht mehr lange bis die Kakerlaken uns erreichten.
Als plötzlich um die Ecke ein Holzstück vorbei schwamm. 
 
Die Kakerlaken waren schon zu sehen im dunklen Rohr hinter uns. Spoti und ich sprangen sofort auf Lucy´s Rücken und mit einem riesigen Satz sprang Lucy auf das Brett.
Sie schaffte es nicht ganz aber mit ihren Vorderpfoten krallte Lucy sich an dem Brett fest. Halb im Wasser trieben wir dann davon.
Aber wohin führte uns nun die Reise? 
Die Kakerlaken waren wir vorerst los aber was kommt jetzt? 

Kapitel 4 kommt bald..... Junior-Bloggerin Livia 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen