Samstag, 30. Juli 2016

Livia fragt nach… bei Hundeprofi Martin Rütter


Weit über einer Million Zuschauer sehen regelmäßig die Sendung „Der Hundeprofi“ mit Martin Rütter auf VOX und eine davon bin ich.
Ich kenne Martin Rütter aber nicht nur vom „Hundeprofi“ sondern auch von seiner sehr erfolgreichen DVD des Liveprogramms „Der tut nix“.
Leider wurde ich aber in meinem Interview einer kleinen Illusion beraubt, weil ich von Martin erfahren habe, dass er nie einen Hund namens „Der tut nix“ hatte. Was aber nicht schlimm ist, ich hab es ja überlebt und den Gag find ich trotzdem noch mega lustig.


Foto: Marc Rehbeck
Was mir in seiner Sendung „Der Hundeprofi“  auf VOX schon oft aufgefallen ist, dass es dabei oft weniger um die Erziehung des Hundes geht sondern eher um die Erziehung der Hundebesitzers. Das wollte ich auch von Martin als erstes wissen ob mein Eindruck da richtig ist?
Martin: Das hast Du sehr gut beobachtet. Deswegen lautet mein Leitspruch auch „Ich trainiere Hunde, aber vor allem ihre Menschen.“ Denn generell stecken hinter dem „Problemhund“ häufig Kommunikationsprobleme, welche in erster Linie vom Menschen, der das Verhalten seines Vierbeiners fehldeutet, ausgehen.

Ich hoffe, dass es noch eine neunte Staffel vom „Hundeprofi“ gibt. Hast du dazu schon neue Informationen?
Martin: Die wird es definitiv geben, derzeit laufen die Dreharbeiten. Die Ausstrahlung wird noch in diesem Jahr sein. Den genauen Termin wissen wir noch nicht. Aber wie sagt man so schön: Vorfreude ist die schönste Freude (lacht).

Wir in der Familie überlegen schon seit längerem über einen Familien-Hund nach. Deswegen habe ich auch bei Martin Rütter mal nachgefragt. Ich wollte von Martin einfach grundsätzliche Fragen klären, nicht nur für mich, sondern für alle Familien die überlegen sich einen Hund anzuschaffen. Weil ich finde, dass es besonders wichtig ist, sich vorher zu informieren, weil ein Hund einfach ein ganz sensibles Lebewesen ist.

Livia fragt nach…. zum Thema „Familienhund“

Wie kann man erkennen welcher Hund am besten in eine Familie passt. Was sind die wichtigsten Regeln die man dafür beachten muss?
Martin: Also, DEN Familienhund oder DEN Anfängerhund gibt es höchstens bei Toys „R“ Us. Der hat Batterien im Hintern und den kann man ein- und ausschalten. Aber mal im Ernst, DEN richtigen Hund gibt es nicht, denn selbst innerhalb eines Wurfes können unterschiedliche Charaktereigenschaften auftreten. Generell eignen sich aber zum Beispiel für Familien eher Hunde, die nicht sehr sensibel sind. Feinfühlige Hunde können nämlich gerade bei Familien mit Kindern zu einem Problem werden, denn Kinder sind im Umgang mit Hunden nicht gerade vorsichtig und zimperlich. Und grundsätzlich sind solche Rassen leichter zu erziehen, die seit Jahren auf die Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet wurden. Hierzu gehören z.B. der Labrador oder der Golden Retriever, aber auch eine alte Jagdhunderasse wie der Pudel. Am Ende muss man aber auch wissen, dass jeder Hund für sich eine eigene Persönlichkeit ist, mit individuellen Charaktereigenschaften und Bedürfnissen, Stärken und Schwächen.

Jetzt die große Frage – Soll man sich für einen Welpen oder für einen Hund aus dem Tierheim entscheiden. Was meinst du dazu?
Martin: Schön, dass Du das Thema ansprichst, denn ich bin ein Verfechter davon, sich immer auch erst im Tierheim umzuschauen. Unsere Tierheime sind voll mit super Hunden, die es verdient haben, eine neue Chance zu bekommen. Zudem unterliegen viele Menschen dem Irrglauben, dass man mit einem Welpen vom Züchter automatisch vor allen Problemen dieser Welt gefeit sei. Das ist natürlich Quatsch. Auch bei Züchtern gibt es gute und schlechte. Oft haben die Leute Angst einen Tierheim-Hund zu nehmen, weil sie denken, der hat auf jeden Fall eine Schraube locker. Das ist Unsinn. Dass sich ein Hund im Tierheim unter Stressbedingungen hinter Gittern häufig bellend oder verängstigt zeigt, ist klar. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hunde, die eine zweite Chance bekommen, einfach wahnsinnig dankbar sind.




Foto: Ralf Jürgens/VOX


Vom „Pfoten-Papst“, „Hundeflüsterer“ oder „Dodfather“ hat man dir ja schon sämtliche Beinamen gegeben. Ist das für dich Ok oder doch eher nervig?
Martin: Um ehrlich zu sein, dass sind Titel, die ich nicht so gerne mag. Ich sehe mich eher als Hundeversteher. Denn hauptsächlich geht es bei meiner Arbeit darum, Hunde zu verstehen, um ihr Verhalten und ihre Bedürfnisse den Menschen, mit denen sie leben, nahe zu bringen und so das Zusammenleben beider zu einem harmonischen und entspannten Miteinander zu bringen. Um Hunde zu verstehen, benötigt man ein wenig Zeit, eine genaue Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse dieser Tierart. Je mehr man sich mit Hunden beschäftigt, desto besser wird man sie verstehen. So lerne auch ich mit jedem weiteren Hund, den ich beobachte, immer wieder dazu.

Ich hoffe, dass ich einige interessante Informationen zum Thema Familienhund aufzeigen konnte. Für mich war es nicht nur lehrreich sondern auch was Besonderes mit DEM Hundeprofi über das Thema Hund aber auch ein bisschen über Martin selbst zu befragen.


Übrigens nicht nur im Fernsehen kann man Martin Rütter sehen sondern er ist auch Live unterwegs. In seiner Live-ShownachSITZen“ erzählt er über viele lustige Anekdoten aus seinem Mensch-Hund-Alltag. Für alle die es nicht schaffen sein Programm live zu sehen, wird „nachSITZenam Freitag den 19.August um 22.15 Uhr und am Sonntag um 23.15 Uhr auf RTL gezeigt.
Live-Show "nachSITZen"  Foto: Guido Engels

Alle Termine seiner Live-Shows sind HIER zu sehen und die Tickets dazu auch hier zu kaufen.


So ist er am 6.August 2016 in Benediktbeuern oder aber auch am 25.März 2017 bei uns in München. Sogar in Zürich oder auch in Linz ist er zu sehen.



Eure Junior-Bloggerin Livia


Kommentare:

Prisca hat gesagt…

Ein sehr schönes Interview. Super, dass du die Möglichkeit dazu hattest.
Du hast sehr interessante Fragen gestellt. Besonders seine Antwort, wo er auf die Hunde im Tierheim eingeht, ist sehr interessant.
Toller Post!

Liebe Grüße Prisca
http://priscasgluecksgefuehle.blogspot.de

Junior-Bloggerin Livia hat gesagt…

Danke, für deine lieben Kommentare. Dast tut immer sehr gut.
LG Livia

Cleo Schreibwelt hat gesagt…

Interessantes Interview. Hat Spass gemacht zu lesen
Kiss
Cleo
www.creativschreiben.blogspot.com

Sara Rose hat gesagt…

Ich finde auch, dass jeder Hund seine eigene Persönlichkeit hat :) Meinem Freund seine Familie hat zwei kleine Hunde, die sind so verschieden wie Tag und Nacht :D.

Dankeschön <3 Naja mein Freund fand halt, dass die Farben mir nicht so stehen :D Aber was solls. Es ging eigentlich mit dem schminken, solange hat es nicht gedauert :)
Alles Liebe Sara <3

Allgaier Mädle hat gesagt…

Hallo Livia, schon wieder hast Du ein sehr interessantes Interview geführt. Ich bin auch der Meinung, dass man meist zuerst die Besitzer erziehen muss und danach kommt der Hund (oder das Kind). Bin gespannt, wen Du noch so vor die Linse bekommst.
LG Allgaier Mädle

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