Freitag, 22. Juli 2016

Lückenfülle – Ein Kunstprojekt für den Menschen


Bei uns in München gibt es nicht nur viele Sehenswürdigkeiten, Cafe´s oder Parks sondern auch viel Kreativität. Was passiert, wenn mitten in der Stadt ein Gebäude abgerissen wird. Es entsteht eine Baulücke. Wie kann man also eine Baulücke nutzen, bevor hier wieder etwas Neues gebaut wird? Entweder gar nicht oder man macht aus dieser Lücke einen vorübergehenden Platz für Menschen aus der Gegend zum miteinander reden und feiern. 
Genau das haben 4 Studenten am Rudi-Hierl-Platz in der Maxvorstadt mit ihrem Projekt „Lückenfülle“ gemacht.

Wer sind also die 4 Studenten und was war ihr Ziel mit „Lückenfülle“?
Leila vom Projekt „Lückenfülle“ hat mir dazu die Fragen beantwortet
Leila: Wir, das sind Sophie, Nick, Maria und ich. Wir schließen in diesen Tagen unseren Bachelor des Architekturstudiums ab. Sind also auf dem Weg Architekten zu werden. Unser Ziel ist es mit der Lückenfülle einen Raum zu schaffen in dem Menschen miteinander reden. Einen Kommunikationsraum, indem sich auch Leute begegnen die sonst fremd aneinander vorbei laufen. Wir finden in München ist es auf den Straßen oft sehr unpersönlich und obwohl so viele Menschen dicht beieinander wohnen gibt es doch viel Einsamkeit. Gerade auch für Menschen die neu nach München kommen ist es schwierig Münchener kennen zu lernen, die schon länger hier sind. Das gilt z.B. auch für neuangekommene Flüchtlinge.

Von links Nick, Sophie, Leila, Maria, Samir


Da das Projekt ja keine Überdachung hat, habt ihr dadurch nicht ein bisschen Angst, dass euch das nasse Wetter das Projekt vermiesen könnte?
Leila: Diese Woche hat es ja stark geregnet. DIe Veranstaltungen die nicht stattfinden konnten wollen wir jetzt einfach nächste Woche stattfinden lassen. Wir müssen uns halt anpassen. Aber nein, Angst haben wir dewegen nicht. Es haben auch ein paar sehr schöne Sachen schon stattgefunden, die uns jetzt nicht mehr vermiest werden können.
Gab es denn schon eine Reaktion vom Münchner Bürgermeister?
Leila: Nein der Bürgermeister hat sich noch nicht bei uns gemeldet, obwohl über uns diese Woche schon in der SZ, der TZ, der Abendzeitung und dem Merkur berichtet wurde. Im Internet sind wir auch schon im Münchener Stadtportal zu finden. Statt dem Bürgermeister stehen wir im Kontakt zum Berzirksausschuss der Maxvorstadt. Die entscheiden darüber was in ihrem Viertel passieren soll. Obwohl wir die nicht gefragt hatten was sie von unserer Idee halten, weil wir ja auf einem privaten Grundstück sind und nicht fragen mussten, findet der Bezirksauschuss unser Projekt richtig gut und es kommen auch oft mal Politiker von denen vorbei.
Wie lange dauert das Projekt noch?
Leila: Das wissen wir wirklich nicht. Vielleicht eine Woche, vielleicht auch noch 6 Wochen und falls doch nicht im September gebaut wird, vielleicht dann auch noch im September. Wir schätzen, dass wir mindestens noch bis Ende Juli da sind.


Wie man auf dem Foto sieht, ist vom gemeinsamen Stricken, Yoga und Live-Musik alles dabei.


Ich finde die Idee total cool und macht mein München wieder ein Stück sympathischer…..

Ein großes Umwelt-Projekt von mir ist mein Post "We are the world". HIER auch zu lesen. 
Und Lückenfülle gibt’s auch online auf Facebook





Kommentare:

Cleo Schreibwelt hat gesagt…

Richtig cool. Schade, dass ich in der Schweiz wohne. Sonst hätte ich da mal vorbei gehen können, hihi
kiss, cleo
www.creativschreiben.blogspot.com

Prisca hat gesagt…

Eine wirklich tolle Sache. So etwas müsste es an vielen anderen Orten auch noch geben, denn es kommt mir sehr persönlich rüber.

Und vielen Dank für deinen lieben Kommentar.
Liebe Grüße Prisca

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