Sonntag, 6. November 2016

Klaus Voormann - Ikone der Popkultur im JBL Interview und warum er nicht als 5.Beatle bezeichnet werden will.

Niemals hätte ich damit gerechnet eine Antwort von jemanden zu bekommen, der nicht nur befreundet ist mit Paul McCartney oder auch einen Grammy für das beste Albumcover gewonnen hat. Nein, er war sogar Gründungsmitglied der Plastic Ono Band von John Lennon und er wird auch als 5. Beatle bezeichnet. 
 
Tja, da hab ich mich wohl verrechnet. Worauf ich natürlich stolz bin, einer echten Ikone, der Popkultur ein paar Fragen über seine Zeit mit den Beatles und über seine Kunst stellen zu können. Aber was fragt man jemanden der Musikgeschichte nicht nur erlebt, sondern sogar beeinflusst hat?
Auch mir als 14-jährige ist sehr bewusst welchen Stellenwert die Beatles haben. 
Klaus Vorrmann hat die Beatles schon 1960 kennengelernt, also in einer Zeit vor den großen Hits. Sie spielten damals in Hamburg als Jugendband mit einer etwas anderen Besetzung. Die Gründungsmitglieder John Lennon, Paul McCartney und George Harrison waren damals schon dabei aber Schlagzeuger war zu diesem Zeitpunkt Pete Best und als Bassist hörte man Stuart Sutcliffe.
Hier hatte Klaus Voormann die Beatles das erste Mal gesehen und dazu hatte ich gleich meine erste Frage. Ich wollte wissen ob er sich noch an den ersten Kontakt mit der Band erinnern kann?
Klaus Voormann: In dieser Zeit wollte ich einfach nur gerne Platten-Cover gestalten und in der Pause der Hamburger Vorstellung habe ich John Lennon darauf angesprochen. Der schickte mich aber zu Stuart Suttcliff den damaligen Bassisten. Es hat sofort gefunkt und wir wussten gar nicht über was wir zuerst alles reden sollten. Wir redeten über Musik, Kunst, Filme und Ausstellungen und bis auf Pete Best waren auch alle immer dabei.

Klaus Voormann 1967 mit dem Grammy
1966 designte Klaus Voormann dann das Cover des Beatles Albums „Revolver“ und dafür bekam er sogar den Grammy als bestes Albumcover. Dadurch ist er der erste Deutsche der eine Grammy Auszeichnung bekommen hat. Wer genau auf das Cover schaut, der sieht übrigens als kleinen Gag in den Haaren von George Harrison den Schriftzug und das Gesicht von Klaus Voormann.
Wie und wer hat ihnen damals das Angebot gemacht, das Revolver-Albumcover zu gestalten?
Klaus Voormann: John Lennon rief mich damals an und fragte einfach knapp am Telefon „any idea for our next record cover?”

Wann haben sie eigentlich Paul McCartney das letzte Mal getroffen?
Klaus Voormann: Paul hat mich im August dieses Jahres zu seinem Konzert im Münchner Olympiastadion eingeladen. Hinter der Bühne hatten wir dann die Gelegenheit über alte Zeiten zu plaudern und hatten auch viel Spaß dabei.

Obwohl Klaus Voormann es ablehnt als 5.Beatle bezeichnet zu werden, gilt er dennoch als einer davon. Aber warum will er nicht als 5.Beatle bezeichnet werden? Dazu hat mir Klaus Voormann folgendes geschrieben: Also der Spruch gefällt mir überhaupt nicht und ich nehme diesen Titel auch nicht an, denn die Liste der Anwärter als 5.Beatle ist lang, so wie George Martin, Billy Preston, Stuart Suttciff, Yoko oder Pete Best.

Obwohl er nie zusammen mit den Beatles gespielt hat war er dennoch bei allen Bandmitgliedern auf ihren Solo-Projekten als Bassist dabei. So war er auch Gründungsmitglied von John Lennons Plastic Ono Band und spielte bei den Alben Imagine, Wedding Album oder Fly die Bass-Gitarre genauso wie für das Album Ringo von Ringo Starr oder George Harrisons All things must pass
Seite aus dem Beatles-Comic
 
Aktuell: Klaus Voormann signiert sein Comic
Aktuell hat Klaus Voormann übrigens ein Beatles-Comic veröffentlicht. 
Hier wird alles über seine Erlebnisse mit den Beatles und die kuriose Entstehung des Revolver-Covers erzählt.
Interessant ist für mich auch, dass er mit dem Comiczeichner Thomas von Kummant (der übrigens mein Blog-Logo designt hat) befreundet ist. Beide kennen sich durch das Comic-Festival und haben auch zusammen an Voormann´s Beatles-Comic gearbeitet

Mein Logo von Thomas v. Kummant
 
Das ist nur ein ganz kleiner Auszug aus der Schaffenswelt des Ausnahme-Künstlers und für diesen persönlichen Einblick in seine außergewöhnlichen Welt bin ich auch sehr stolz.
  


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen