Samstag, 14. Januar 2017

Livia fragt nach - Die zwei Neujahrs-Fragen an Christian Lindner FDP

Das neue Jahr hat begonnen und das Jahr 2017 gilt ja auch als ein sehr wichtiges Wahljahr für uns in Deutschland. Auch wenn man es nicht glaubt – Ja, auch wir Jugendliche verfolgen dieses Thema. Deswegen habe ich für meine "Political Things-Reihe" auch den Bundesvorsitzenden der FDP Herrn Lindner und „Politiker des Jahres 2016“ zwei Fragen gestellt, die für mich zu Beginn des Jahres einfach wichtig sind.
Es geht um das, was die FDP und er als Vorsitzender der Partei, jetzt besser macht und vor allem auch welche Ziele die FDP für dieses Wahljahr hat.

Hier also die zwei Neujahrs-Fragen an Herrn Lindner:

Als erstes wünsche ich Ihnen, Herr Lindner, noch ein gutes neues Jahr und natürlich auch noch von mir Glückwünsche zur gewonnenen Wahl zum Politiker des Jahres 2016. Sie wurden ja mit dem Politikaward 2016 ausgezeichnet, weil sie als kämpferischer Redner der FDP ein neues Profil und Selbstbewusstsein gegeben haben. Wie ich schon bei unserem letzten Interview geschrieben habe sind sie bei uns Jugendlichen sehr beliebt und diese Auszeichnung ist natürlich auch eine Bestätigung dafür. Wissen sie noch was sie an diesem Abend gefühlt haben, als sie die Auszeichnung bekamen und ist das nicht auch eine Bestätigung für Sie persönlich, dass sie vieles richtig machen?
Christian Lindner: Vielen Dank, Livia! Dir und Deinen Lesern auch ein gesundes neues Jahr!
Das vergangene Jahr war für uns Freie Demokraten die Trendwende. Bei den wichtigen Wahlen im Frühjahr konnten wir in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gut abschneiden. Auch in Berlin sind wir im Herbst wieder in das Abgeordnetenhaus zurückgekehrt, wo wir zuletzt nicht vertreten waren. Natürlich war es für mich eine Freude, als ich erfahren habe, dass ich zum Politiker des Jahres ausgezeichnet werden soll. Ich habe diesen Preis stellvertretend für das gesamte Team der FDP entgegengenommen. Und ich weiß auch, dass man einen solchen Preis natürlich nicht zu ernst nehmen sollte. In unserer Demokratie ist Vertrauen die zentrale Währung und für uns ist der Preis entscheidend, den die Bürgerinnen und Bürger an der Wahlurne verleihen – ihre Stimme. Und auch wenn alle Umfragen uns seit vielen Monaten bei mehr als fünf Prozent sehen, weiß ich, dass bis zur Bundestagswahl noch ein großes Stück Arbeit vor uns liegt. An viele Reaktionen und Rückmeldungen, die mich erreichen, merke ich aber, dass bei vielen Menschen der Wunsch nach einer liberalen Stimme im Deutschen Bundestag wächst, die sich für solide Finanzen, beste Bildung, ein selbstbestimmtes Leben und eine moderne Infrastruktur einsetzt. 
 
Dieses Jahr wird ja viel gewählt bei uns in Deutschland und es wird ja sogar als Super-Wahljahr bezeichnet. Momentan gibt es viele Politiker (nicht nur in Deutschland) die mit ihren Parolen viele Menschen beeinflussen und dann auch noch viele Wählerstimmen bekommen. Was muss die Politik in Deutschland jetzt besser machen um nicht die Verhältnisse wie in den USA zu bekommen und was denken sie persönlich darüber. Wie und mit welchen Zielen will die FDP das Wahljahr daher angehen?
Christian Lindner: Wir wollen es selbst besser machen. Wir machen keine Politik der schnellen Schlagzeile, mit der wir am nächsten Tag Aufsehen erregen. Sondern wir wollen mit Seriosität und Substanz uns den Alltagsproblemen der Menschen widmen. Wenn Verkehrsminister Dobrindt eine Maut einführen will, die uns mehr kostet als sie einbringt, wenn die Regierung ein Rentenpaket für mehr als 200 Milliarden Euro schnürt, aber das gegen Altersarmut nichts hilft und für Bildung zu wenig Geld da ist, dann fragen sich doch gerade auch junge Menschen, was die Politik da macht. Das hat doch nichts mit den echten Problemen der Menschen zu tun – denen wollen wir uns widmen. Also warum sind unsere Schulgebäude in so einem schlechten Zustand? Warum gibt es digitale Medien in Schulen in Wahrheit fast nur auf dem Pausenhof? Wie sorgen wir dafür, dass auch junge Menschen später mal eine anständige Rente haben? Wie kriegen wir unsere Straßen ausgebaut und auch im ländlichen Gebiet endlich schnelles Internet? Das sind doch Fragen, die sich Millionen Menschen in unserem Land stellen. Darum wollen wir uns kümmern. Und die konkrete Lösung von Problemen ist auch das allerbeste Mittel gegen politische Extremisten. Mit Schuldzuweisungund Blockade macht man Rechtspopulisten groß, mit Problemlösungen macht man sie klein – das ist unser Ziel.

Mein Statement:
Es waren nur zwei Fragen aber ich glaub schon, dass es sehr deutlich wurde, was für die FDP und Herrn Lindner für die nähere Zukunft wichtig ist. Genau das wollte ich auch mit meinen Neujahrs-Fragen wissen. Am besten gefällt mir ja sein Satz, warum es digitale Medien oft nur im Pausenhof gibt. Klingt zwar witzig aber ist leider oft Realität. Die meisten Themen sind für uns Jugendliche wichtig, weil wir auch sehr lange mit den Entscheidungen leben müssen und deswegen hoffe ich immer noch auf ein Wahlrecht ab 16 Jahren.
Bedanken möchte ich mich aber nicht nur bei Herrn Lindner, sondern auch bei seinem Büro. Sie haben immer ein offenes Ohr für mich und ich kann Sie auch immer anschreiben, das sehe ich als nicht selbstverständlich. Aber nicht deswegen hoffe ich wirklich wie auch viele andere Jugendliche, dass Herr Lindner seine Ziele mit seiner Partei erreichen wird.

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