Freitag, 17. Februar 2017

Kapitel VI meines Kinderbuches: Sting und Licht am Ende des Tunnels


Das außergewöhnliche Leben der Wespe "Sting"
oder

Die Geschichte einer Wespe die ausflog und viele Abenteuer erlebte und dabei außergewöhnliche Freunde fürs Leben fand.


Band 1: Der dunkle Weg nach Hause


Geschichte von Junior-Bloggerin Livia
"Sting" gezeichnet von Illustrator Achim Ahlgrimm  

VI. Licht am Ende des Tunnels

Wir stiegen langsam hoch zum Einstieg der Höhle. Wir schauten uns an und Spoti knipste sein Licht an. Spoti und ich stiegen wieder auf Lucy´s Rücken und einem mulmigen Gefühl im Magen machte Lucy den ersten Schritt in die Höhle…...
Wir entschieden uns also für die erste Höhle. Lucy tapste nun ganz langsam, Schritt für Schritt in die dunkle Höhle. Gut, dass Spoti sein Licht hat, dachte ich mir,weil die Höhle schon sehr dunkel war. Man hörte das Tropfen von der Decke der Höhle. Je tiefer wir hinein kamen umso leiser wurde es. Es war auch ziemlich eng. Spoti und ich mussten auf dem Rücken von Lucy unsere Köpfe etwas einziehen. Wir drei versuchten in der Ferne etwas zu erkennen aber es war einfach zu dunkel. Plötzlich durchbrach Lucy die Stille. „Welch ein Glück ich habe. Ohne euch zwei hätte ich diese prachtvolle Höhle niemals kennengelernt.“ Und gleichzeitig zeigte mir ihr Blick, dass ihr Humor genauso schwarz war, wie die Höhle. „Schon gut“ sagte ich. „Ich hatte ja nicht ahnen können, dass der blöde Wasserfall so hoch ist und das hier so enden würde“. Spoti schaute uns beide an als würde er nicht ganz verstehen, was Lucy meinte aber wie ich Spoti kenne, hat er es gleich wieder vergessen. Sein Blick richtete sich wieder nach vorne. Bis er auf einmal ein summendes „Hmmm“ von sich gab. „Da vorne ist eine Kreuzung“ meinte er. „Na toll, das wird ja immer besser“ Lucy war nicht begeistert. Wir standen an der Kreuzung und überlegten. Links oder rechts? Bis auf einmal aus dem rechten Gang etwas zu hören war. Wieder dieses komische Knacken. „Ok, wem kommt dieses Geräusch bekannt vor?“ fragte ich. „Ja“ meinte Lucy „Unsere Kakerlaken Freunde, vielleicht sollten wir uns für den linken Gang entscheiden. Oder was meint ihr?“ Wir blickten also in den linken Gang. Wir sahen uns an und hofften, dass dieser Gang keine bösen Überraschungen für uns hatte.
Lucy ging jetzt etwas schneller und nach kurzer Zeit sahen wir auch schon ein Licht am Ende des Tunnels. „Seht, da vorne wird es heller“ sagte Spoti schon etwas verzückter. Wir kamen dem Licht immer näher und wir trauten unseren Augen kaum was wir dann sahen.
Ein riesiger Schacht mit einem matschigen Boden und aus der Decke funkelte das Licht. Durch große Gitterstäbe schien das Sonnenlicht. Aber wie sollen wir da hoch kommen?
Das war jetzt die große Frage. Ich konnte meine Flügel nicht benutzen, weil sie immer noch feucht waren. Genau so erging es Spoti und Lucy. Sie erreichten das Gitter auch nicht. Außerdem wussten wir nicht wie tief der Schlamm am Boden war. Uns musste etwas einfallen um gemeinsam da hoch zukommen.
Lucy hatte dann die Idee. „Kannst du deinen Stachel ausfahren?“ fragt sie mich. „Klar, warum?“ meinte ich total verdutzt. Lucy erklärte uns ihren Plan. „Seht ihr direkt oberhalb meines Kopfes die Wand mit diesem kleinen Riss? Da werde ich versuchen Sting mit seinem Stachel festzumachen. So kann ich vielleicht über Sting das Gitter zu greifen bekommen. Wenn ich am Gitter hänge, kletterst du Spoti an mir hoch und kletterst aus dem Gitter. Wenn du oben bist, suchst du irgendetwas Langes um uns hier rauszuholen. Was meint ihr zu meinem Plan?“
Klingt doch ganz gut. Ich wollte immer schon als Treppe benutzt werden“, schmunzelte ich. So war es dann auch. Ich fuhr meinen Stachel aus und Lucy rammte mich in den Spalt an der Wand. Da hing ich nun und hoffte, dass mich niemals eine andere Wespe so sehen würde. Dann schwang sich Lucy, die nicht gerade superleichte Ratte an mir hoch. Mit einem Schwung konnte sie sich gerade noch an einem Gitterstab festhalten. Dann kletterte Spoti über mich und Lucy, vorbei an das Gitter. Plötzlich war Spoti draußen und war dann auch nicht mehr zu sehen.
Lucy hangelte sich wieder runter und holte mich wieder aus dem Spalt. Dann warteten wir mit dem Gefühl, dass wir gemeinsam alles schaffen können und der Freude bald wieder gemeinsam nach Hause zu kommen. Aber was wir da unten natürlich nicht wussten, welches Abenteuer Spoti oben erleben würde.
Aber das werden wir noch erfahren…….. nächstes Mal.
Kapitel 1 – 6 sind auch  HIER zu lesen.

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