Samstag, 8. April 2017

Gastartikel von Nachwuchsschauspielerin Julia Bremer über ihren aktuellen Film und ihre Erlebnisse hinter den Kulissen.


Ich freue mich sehr, dass die 13-Jährige Schauspielerin Julia Bremer für meinen Blog über ihre Erlebnisse und über ihren neuesten Film "Unter uns die Stille - Rheine'78" schreibt. 
Denn ich finde es immer interessant seltene Einblicke oder Eindrücke von nicht ganz so alltäglichen Erfahrungenzu bekommen. Ok und nun folgt der Gastartikel von Julia Bremer:

Julia Bremer und ihr Blick hinter die Kulissen und ihren Erfahrungen als Nachwuchsschauspielerin


Eigentlich wollte ich gerne Kinderärztin werden und diesen Wunsch habe ich damals schon mit 3 Jahren aus dem Kindergarten mitgebracht.
Aber 2013 konnte ich durch einen Zufall an einer Produktion für RTL2 mitwirken und ich fand es dann auch mega aufregend mit 9 Jahren zu sehen, wie sowas alles abläuft. Irgendwie ging von da an dann alles so weiter und mittlerweile habe ich die Leidenschaft zur Schauspielerei für mich entdeckt. Es ist immer wieder neu, spannend, aufregend und total interessant. Für mich ist es faszinierend in andere Rollen zu schlüpfen und an Projekten mit zu wirken, die dann zusammen geschnitten etwas komplettes Neues ergeben. Manchmal muss eine Szene auch nochmal oder nochmal gedreht werden und dabei entstehen dann auch schon mal "lustige Outtakes". Das Drehbuch muss gelernt sein und die Emotionen müssen dazu stimmen. Natürlich ist es auch Arbeit und ich muss alles beim Jugendamt anmelden. Die Erlaubnis vom Arzt und der Schule bekommen ... also einfach so, ist das leider nicht.

Meinen persönlich schönsten Moment hatte ich 2015, als ich die Rolle der Nala im Musical König der Löwen tanzen durfte. Es war einfach der Wahnsinn in so etwas Großem zu stehen und dabei sein zu können. Ein richtiger Traum und diese Momente sind einfach unvergessen. Dank dem Rockmusiker Henning Wehland, der die Show mit mir zusammen gerockt hat.

Meine lustigsten Dreharbeiten waren zum Werbespot für "Penny ". Dort konnte ich total falsch singen, durfte das Essen nicht mögen und musste besonders zickig sein :)

Meine längsten Dreharbeiten gingen über 1,5 Jahre für meinen aktuellen Kinofilm "Unter uns die Stille - Rheine '78". Der Kinofilm ist eine Dokumentation über das Bombenunglück 1978 in Rheine. Alles was wir gedreht haben, ist also eine wahre Geschichte. Das Einzigartige für mich war, dass ich die Frau treffen konnte, die ich in dem Film spiele. Der Moment, war schon wahnsinnig, weil ich ja wusste, was sie erlebt hatte. Die Frau, die ich dort getroffen habe, war das Mädchen, was damals überlebt hat. Ich spiele also die Rolle, des überlebenden Mädchens, was davor und währenddessen und danach mit ihr geschehen ist.
In den Drehpausen hatten wir viel mit den Requisiten zu tun, da der Film im Jahr 1978 spielt und es da ja eine ganz andere Zeit war. Kleidung, Haare, Fahrrad ... an alle Details musste man denken. Die nächsten Szenen wurden besprochen und die Wunden müssen gemacht werden, was total spannend war. Ich habe dann in den Drehpausen auch Interviews gegeben für den regionalen Sender in Rheine und Autogramme. Und dann ging es auch schon wieder weiter :)
 
Dazu habe ich Anfang April meine erste Pressekonferenz und am 26.April die Filmpremiere. Ich bin mega aufgeregt und gespannt, wie der Kinofilm geworden ist. Sowas hat man ja nicht alle Tage.
Ich freue mich immer über jedes neue Projekt und bin viel unterwegs. Da ich in Ostfriesland wohne, habe ich schon einige Kilometer zurückgelegt. Eine feste Schiene, was ich machen möchte ... habe ich nicht, aber ich würde gerne einmal eine Leiche spielen:)
Viele Menschen konnte ich in dieser Zeit schon kennen lernen und ich bin dankbar für alles, was ich dadurch bis jetzt erleben durfte.

Kurz zum Film: Am 26. April 2017 ist in Rheine die Filmpremiere des Dokumentarfilms „Unter uns die Stille – Rheine '78 ". Dieser Film handelt von dem katastrophalen Bombenunglück in der Stadt Rheine. Bei Bauarbeiten wurde 1978 eine 500 Kilo schwere Bombe, ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg so beschädigt, dass sie explodierte und 3 Menschen in den Tot riss, sowie sehr viele Menschen schwer verletzte, so wie das Mädchen das von Julia gespielt wird. Dieser Film soll an dieses Ereignis erinnern und auch an die Gefahr daran, da immer noch alte Fliegerbomben gefunden werden. Zuletzt auch bei Bauarbeiten bei uns in München. Ab dem 27. April ist der Film dann täglich im Programm im Cinetech Kino Rheine zu sehen.

Hier ist auch der Teaser zum Film „Unter uns die Stille '- Rheine '78" zu sehen.
Mehr über Julia ist auch gerne HIER zu lesen.
Ich möchte mich bei Julia für den Gastbeitrag bedanken. Es war für mich sehr aufschlussreich und kurzweilig ihren Blick hinter den Kulissen zu erfahren. Deswegen freue ich mich immer auf neue interessante Geschichten, die ich auf meinem Blog als Gastartikel zeigen kann.
 


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