Samstag, 20. Mai 2017

RECUP – Da freut sich auch die Umwelt

Eine neue Idee ist geboren. Coffee to go ohne Belastung der Umwelt.

Der Müllberg durch die ganzen Coffee to go Becher war schon mal ein Thema auf meinem Blog (Link). Nur bei uns in München werden pro Tag  190.000 Coffee to go Einwegbecher aus Pappe oder Plastik weggeworfen. In ganz Deutschland heißt das dann sogar 40.000 Tonnen Abfall im Jahr. 
Es gibt einige gute Ideen, genau das zu verhindern. Green City (Link) hat mir dazu auch einen genialen Tipp gegeben. 
Nämlich das Projekt RECUP.

RECUP ist ein Mehrwegbecher im Pfandsystem. Der Becher besteht aus einem speziellen Kunststoff. Den leeren Becher kann man dann in einem anderen Cafe wieder abgeben und bekommt sein Pfand von einem Euro wieder zurück. Hier wird der Becher dann ganz normal gereinigt und wieder verwendet. So spart man ganz einfach eine Menge an neuem Abfall.
Fabian Eckert und Florian Pachaly sind die Gründer von RECUP und hatten auch die Idee dazu. Aber ich wollte mehr darüber wissen und habe deswegen RECUP angeschrieben:
Selfie von Fabian und Florian mit ihrem RECUP


Meine erste Frage war deshalb auch wie man überhaupt auf diese Idee kommt und was das genaue Ziel der beiden für das Jahr ist?
RECUP: Es ist den beiden vor allem in der Uni aufgefallen, wie viel Einwegbecher benutzt und dann weggeschmissen werden, daraus entwickelte sich das Interesse und die Idee.Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Coffee-to-go-Revolution flächendeckend voran zu treiben, sodass zum Beispiel auch die Pendler am Bahnhof ihren RECUP bekommen und in der Zielstadt wieder abgeben können. Für mehr Kaffeegenuss, mehr Mehrweg und mehr Nachhaltigkeit!

Der Recup ist ja auch aus Plastik. Aber was ist das Besondere an diesem Kunststoff?
RECUP: Genau, der Becher ist aus recyclebarem Kunststoff (Polypropylen). Und ja, wir haben uns auch gefragt: Plastik- und Pappbechermüll vermeiden mit einem Pfandbecher aus Plastik? Aber es wurde lange recherchiert und abgewägt: Für einen Mehrweg-Pfandbecher ist momentan dieses Material die nachhaltigste Alternative. Das sind die Gründe dafür:
  • Langlebigkeit: Becher aus PP können viel länger im Kreislauf eines Pfandsystems gehalten werden. Sie machen die meisten Spülgänge mit und sind extrem bruchsicher.
  • Umweltbilanz: Vergleicht man die Herstellungs- und Recyclingbedingungen mit denen von alternativen Materialien schneidet PP durch vergleichbar geringen Energieverbrauch und gute Recyclingfähigkeit am besten ab. 
  • Komfort: Der RECUP ist leicht, bruchsicher, optimal stapelbar und geschmacksneutral. Uns ist es wichtig, dass man unseren Becher sowohl leicht mitnehmen als auch anbieten kann.
Wir sind auf der Suche nach alternativen Materialien wie Biokunststoffen, die ähnlich gute Eigenschaften wie PP haben und somit für ein Pfandbechersystem genauso geeignet sind.

In Rosenheim gibt es ja RECUP schon länger. Wie wurde das in Rosenheim aufgenommen und wie ist der aktuelle Stand bei uns in München?
RECUP: Wir hatten am 11.5 eine Pressekonferenz mit dem Oberbürgermeister Dieter Reiter (Foto), bei der RECUP im Zuge der Kampagne „Rein. Und Sauber“ vorgestellt wurde. Und seit dem 15.5 bekommt man den RECUP in über 50 Cafés in München. Wir sind hier jetzt also auch gestartet, wir sind gespannt, ob es von den Cafés und den Kaffeekunden genauso positiv angenommen wird, wie in Rosenheim. Dort waren die Cafés nämlich sehr begeistert und es lief so gut, dass das Pilotprojekt einfach bestehen blieb.

Was sagte eigentlich der Bürgermeister Herr Reiter zu eurer Idee und wie kann er euch dabei helfen?
RECUP: Wie gesagt werden wir offiziell unterstützt durch das Baureferat der Landeshauptstadt München im Rahmen der aktuellen „Rein. Und sauber“-Kampagne. Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte zum Thema RECUP: „Wir leben in einer to-go-Gesellschaft und sollten uns mehr auf das Thema Wiederverwendung einstellen.“

Ich habe gesehen, dass eure Becher keinen Deckel haben. Wann denkt ihr wird es den RECUP auch mit Deckel geben?
RECUP: Das ist richtig, zurzeit gibt es keine Alternative, die für ein Pfandsystem geeignet ist. Die Deckel würden sich nicht vernünftig reinigen lassen. Aber wir arbeiten an einer Mehrwegdeckel-Lösung, die man sich dann kaufen und wiederverwenden kann. Bis dahin gibt es den ganz normalen Plastikdeckel zum RECUP, leider. Aber dieser passt genauso, wie beim Einwegbecher.

Ich persönlich finde eure Idee wirklich genial und ich hoffe, dass bald sehr sehr viele Cafe´s mitmachen. Was ist deshalb euer Ziel bis zum Ende des Jahres?
RECUP: Unser Ziel ist es neben Rosenheim auch in München und Berlin erfolgreich etabliert zu sein. Außerdem ist es großartig und wichtig, dass weiterhin und viel über uns berichtet wird, sodass das Müllproblem durch Einwegbecher auch allen bekannt ist und so Müll vermieden wird.

Gibt es denn einen Link zu der ReCup-App?
RECUP: Die App ist eine Web-App also keine, die man im App-Store runterladen muss. Hier der -LINK
Alle Infos RECUP-Website -LINK-
 

Im San Francisco Coffee Shop am Max-Weber-Patz ist der RECUP übrigens auch in der Testphase. Wie mir eine Mitarbeiterin des Coffee Shops verraten hat, wird der RECUP hier auch schon gut angenommen. Natürlich habe ich die Becher im Shop gleich mal fotografiert.
  
Für mich ist es tatsächlich eine gute Idee. Der Kaffee zum Mitnehmen sollte keine Belastung für unsere Umwelt sein. Außerdem möchte ich mich noch für das Selfie von Fabian und Florian bedanken, das sie extra für mich gemacht haben. 😀

Sehr viele Jugendliche holen sich schnell einen Coffee to go und wenn es eine Möglichkeit gibt diesen Service zu nutzen und gleichzeitig dabei unsere Umwelt viel weniger zu belasten, dann sage ich ganz klar: 
Her damit! - So freut sich auch unsere Umwelt.



Kommentare:

Cella hat gesagt…

Das ist so eine tolle Idee! :)

LG Cella❤️ | Hier geht's zu meinem Blog

Der Duft von Büchern und Kaffee hat gesagt…

Hallo Livia,
ich bin immer wieder erschrocken, wie viel Plastikmüll sich in kürzester Zeit in meinem Haushalt anhäuft. Die RECUP-Idee finde ich klasse. Eine schöne Möglichkeit wäre es vielleicht auch, wenn man als Konsument direkt mit seinem Thermobecher loszieht und ihn sich beim Coffee-to-go-Stand seiner Wahl auffüllen lässt.

Ich selbst kaufe sehr selten einen Coffee-to-go. Dafür genieße ich den Aufenthalt im Café einfach zu sehr.

Liebe Grüße
Tanja

HDValentin hat gesagt…

Ich habe Dich in meinem Blogartikel erwähnt:
https://chillr.de/recup-kaffee-pfandbecher-tour-muenchen/

Junior-Bloggerin Livia hat gesagt…

Danke, das ist doch auch ne super Sache :))))

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